11. April 2026
Bergisches Land „ganz flach“: Mit dem E-Scooter auf dem Panorama-Radweg von Bergisch Born nach Marienheide

Wer an das Bergische Land denkt, hat sofort steile Anstiege und Schweißperlen auf der Stirn vor Augen. Doch für uns E-Scooter-Fahrer gibt es ein gut gehütetes Geheimnis: Die alten Bahntrassen. Auf unserer neuesten Tour sind wir von Bergisch Born bis nach Marienheide gerollt – eine Strecke, die beweist, dass das Bergische auch „flach“ kann, ohne an Charme zu verlieren.
Der Start: Auf alten Schienen durchs Grüne
Los geht es im sonnigen Bergisch Born. Das Geniale an dieser Strecke: Wo früher schwere Dampfloks schnauften, genießen wir heute feinsten Asphalt und eine Steigung, die diesen Namen kaum verdient. Da die Trasse mit maximal 2 % Steigung angelegt wurde, schnurren unsere Scooter völlig tiefenentspannt über den Bergischen Panorama-Radweg. Es ist das perfekte „Gliding“-Gefühl.

Sanfte Hügel, weite Wiesen
Schon kurz nach dem Start öffnet sich die Landschaft. Links und rechts begleiten uns saftige Wiesen und die typischen sanften Hügelketten des Bergischen. Es ist diese Mischung aus Weitblick und Waldpassagen, die die Fahrt so kurzweilig macht. Während man im Auto oft nur an der Landschaft vorbeirauscht, nimmt man auf dem Scooter bei 20 km/h jeden Duft des Waldes und das Zwitschern der Vögel wahr.
Das Highlight: Licht am Ende des Höhsieper Tunnels
Das absolute Highlight der Strecke erwartet die Rider hinter Hückeswagen: Ein alter Bahntunnel mit einer Länge von 215 Metern. Wenn man von der warmen Außenluft in die kühle, feuchte Stille des Tunnels einfährt, ist das Gänsehaut pur: Hier erwartet uns das dunkle Reich der Fledermäuse. Einst war der Tunnel die Strecke von Schienenbussen und Züge, jetzt Zweiradfahrer. Um die nachtaktiven Tiere nicht zu stören, ist dort zum Artenschutz der in den Ritzen und dem Mauerwerk lebenden Tiere eine Holzkonstruktion entstanden, die unter der gewölbeartigen Decke erbaut wurde und an ein Garagentor erinnert. Unsere Scheinwerfer schnitten durch die Dunkelheit und reflektierten an den alten Mauern – ein echtes Abenteuer-Feeling mitten in der Natur!

Zielankunft in Marienheide
Nach einer entspannten Fahrt durch dichte Wälder erreichten wir schließlich Marienheide. Die Strecke ist ideal für alle, die Natur pur erleben wollen, ohne sich Gedanken über krasse Steigungen oder Akku-Fresser-Berge machen zu müssen.

Unser Fazit: Der Panorama-Radweg zwischen Bergisch Born und Marienheide ist die perfekte Genuss-Tour. Ob für den schnellen Sonntagsausflug oder um einfach mal den Kopf freizubekommen – hier zeigt sich das Bergische Land von seiner sanftesten Seite.

Fakten zur Tour für eure Planung:
- Länge: ca. 25 km (one way)
- Beschaffenheit: Durchgehend asphaltiert, sehr guter Zustand.
- Schwierigkeit: Sehr leicht – ideal für jeden E-Scooter-Typ.
- Tipp: Wer sich vor dem Start stärken möchte, kann das in Hückeswagen tun oder in der romantischen Altstadt von Hückeswagen. Natürlich stehen auch zahlreiche Einkehrmöglichkeiten in Marienheide für eine Ladepause zur Verfügung, bevor es wieder zurückgeht.
- Wasser: Wer das kühle Nass genießen möchte, kann von der Strecke aus Abstecher zur Bevertalsperre bei Hückeswagen, zur Brucher- und der Aggertalsperre (Marienheide) oder gar zur Großen Dünn-Talsperre einplanen.
Habt ihr die Trasse auch schon unter die Rollen genommen? Schreibt uns in die Kommentare, welche Abschnitte des Panorama-Radwegs eure Favoriten sind!
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