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28. April 2026

Frühling auf der Balkantrasse

Mit dem E-Scooter von Bergisch Born nach Leverkusen-Rheindorf

Wenn die Sonne kitzelt und das Thermometer die 20-Grad-Marke anpeilt, gibt es kein Halten mehr. 

Es gibt Touren, die bleiben im Kopf. Nicht wegen großer Abenteuer oder extremer Herausforderungen – sondern weil einfach alles passt: Sonnenschein, milde Temperaturen, freie Wege, blauer Himmel und das gute Gefühl, sich entspannt durch eine wunderschöne Landschaft zu bewegen. Genau so eine Tour war unsere Fahrt mit dem E-Scooter von Bergisch Born nach Leverkusen-Rheindorf – mit einem Abstecher nach Hitdorf an den Rhein. Insgesamt rund 70 Kilometer hin und zurück, dabei angenehm wenige Höhenmeter und eine Strecke, die sich nahezu perfekt für eine entspannte Scooter-Tour eignet.

Start in Bergisch Born – auf historischen Spuren

Los ging es in Bergisch Born, einem idealen Ausgangspunkt für Touren auf der bekannten Balkantrasse. Der Name klingt nach Fernreise, hat aber ganz bergische Wurzeln: Die Trasse verläuft auf der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Leverkusen-Opladen und Remscheid-Lennep, die Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnet wurde. Im Volksmund erhielt sie den Spitznamen „Balkanexpress“, weil die Züge hier gemächlich und kurvenreich durch die bergische Landschaft tuckerten – ähnlich exotisch wie einst die legendären Bahnlinien auf dem Balkan.

Heute ist daraus eine hervorragend ausgebaute Rad- und Freizeittrasse geworden – asphaltiert, sicher, familienfreundlich und wie geschaffen für E-Scooter.

Entspannt rollen über Wermelskirchen, Tente und Burscheid

Schon nach wenigen Minuten wird klar: Diese Strecke macht Spaß. Die Wege sind breit, sauber und auch an Kreuzungen oder kleineren Umleitungen vorbildlich ausgeschildert. Herausforderungen? Fehlanzeige. Stattdessen rollt man entspannt durch das Bergische Land.

Erste Station war Wermelskirchen, danach ging es weiter durch Tente, vorbei an Wiesen, kleinen Waldstücken und immer wieder liebevoll gestalteten Rastpunkten. Überall entdeckt man Kleinigkeiten am Wegesrand – Kunstobjekte, alte Bahnelemente, Bänke mit Aussicht oder hübsche Orte, an denen man spontan anhalten möchte.

Der Blick über die blühenden Rapsfelder – strahlendes Gelb vor tiefblauem Himmel – schon fast kitschig schön.

Frühlingskino in Gelb und Blau

Besonders beeindruckend an diesem Tag: die Natur. Links und rechts der Strecke leuchteten blühende Rapsfelder, darüber ein strahlend blauer Himmel. Dazu frische Frühlingsluft und Sonne im Gesicht – mehr braucht es manchmal nicht.

Gerade auf dem Scooter nimmt man die Umgebung viel intensiver wahr als im Auto. Man hört Vögel, riecht die Wiesen, spürt die Temperaturwechsel zwischen Sonne und schattigen Waldpassagen. Reisen mit allen Sinnen.

Weiter über Opladen bis nach Rheindorf

Hinter Burscheid wurde die Landschaft zunehmend urbaner, ohne den Reiz der Strecke zu verlieren. Über Opladen ging es weiter Richtung Leverkusen und schließlich nach Rheindorf.

Von dort aus zog es uns noch weiter nach Hitdorf, direkt an den Rhein. Ein perfekter Schlusspunkt für die Hinfahrt: Der Blick auf den breiten Strom, glitzernd in der Sonne, dazu erste Frühlingswärme und entspannte Ruhe am Wasser. Wer hier sitzt, versteht sofort, warum solche Touren süchtig machen können.

„Vater Rhein“. Der Blick auf den glitzernden Strom und die Fähre bei Hitdorf, die gemächlich ihre Bahnen zieht.

Spannend: Das Publikum wechselt mit der Uhrzeit ;-)

Auch das Leben auf der Trasse selbst ist sehenswert. Tagsüber begegneten uns viele Freizeitradler, Familien mit Kindern und auch ältere Semester, die die hervorragend ausgebaute Strecke genießen.

Später am Tag änderte sich das Bild deutlich: Dann kamen die Rennradfahrer, die die freie Strecke für sportliche Einheiten nutzten. Dazu Inline-Skater, ambitionierte Mountainbiker und andere schnelle Zweirad-Enthusiasten.
Kurz gesagt: Das Publikum wechselt mit der Uhrzeit – und genau das macht die Trasse so lebendig.

Der perfekte Abschluss: Balkan Restaurant in Wermelskirchen

Wer eine Tour auf der Balkantrasse fährt, sollte stilvoll enden – und das taten wir auch. Auf dem Rückweg kehrten wir im Balkan RestaurantTelegrafenstraße 1 in Wermelskirchen, ein.

Ein Volltreffer. Freundlicher, aufmerksamer Service, herzliche Atmosphäre und eine Küche, die genau das liefert, was man nach einer langen Tour braucht: ehrlich, reichlich, lecker. Herzhaftes vom Grill, frische Beilagen, kräftige Aromen – genau richtig nach 70 Kilometern Fahrspaß.

Hier sitzt man zufrieden, schaut auf den zurückgelegten Tag und plant gedanklich schon die nächste Tour.

Fazit: Klare Empfehlung zum Nachfahren

Die Strecke von Bergisch Born über die Balkantrasse bis Leverkusen-Rheindorf / Hitdorf ist eine absolute Empfehlung für alle, die mit dem E-Scooter entspannt unterwegs sein wollen.

Kurzes Päuschen, tief durchatmen und die Ufer-Atmosphäre genießen, dann geht es zurück.

Warum?

  • Rund 70 km hin und zurück
  • Sehr gute Wegequalität
  • Wenig Höhenmeter
  • Perfekte Beschilderung
  • Natur und Stadt im Wechsel
  • Viele schöne Zwischenstopps
  • Rheinblick als Highlight
  • Gastronomischer Top-Abschluss in Wermelskirchen

Kurz gesagt: Eine Tour, die einfach alles hat – und Lust auf mehr macht. Wer Sonne, Bewegung und schöne Strecken liebt, sollte sie unbedingt selbst erleben.

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