27. April 2026
Lebensgefahr Rechtsabbieger!

Es ist der Klassiker unter den gefährlichen Situationen: Wir rollen entspannt rechts auf dem Radweg oder am Fahrbahnrand, und plötzlich zieht ein Auto nach rechts rüber. Der berüchtigte Tote Winkel ist und bleibt unser größter Feind.
Ein aktueller Blick auf die Regeln zeigt: Autofahrer stehen beim Rechtsabbiegen massiv in der Pflicht, aber die Realität auf der Straße sieht oft anders aus.
Die harten Fakten: Das droht Autofahrern
Wer beim Abbiegen pennt und uns gefährdet, kommt nicht mit einer einfachen Ermahnung davon.
Der Bußgeldkatalog ist hier eindeutig:
- Gefährdung beim Abbiegen: Wer Rad- oder Scooter-Fahrer übersieht oder gefährdet, riskiert bis zu 140 Euro Bußgeld und Punkte in Flensburg.
- Unfall mit Folgen: Kommt es durch das Missachten des Schulterblicks zu einem Unfall mit schweren Verletzungen, droht zusätzlich ein Fahrverbot.

Warum der Schulterblick über Leben entscheidet
Die Polizei betont es immer wieder: Der Schulterblick ist beim Rechtsabbiegen keine Option, sondern eine Lebensversicherung. Da wir mit dem Scooter oft genauso schnell (oder schneller) als der fließende Verkehr unterwegs sind, tauchen wir für Autofahrer oft überraschend im toten Winkel auf.
Unsere Tipps für die Community:
Auch wenn wir im Recht sind – am Ende ziehen wir gegen zwei Tonnen Blech immer den Kürzeren. Deshalb:
- Blickkontakt suchen: Wenn möglich, schau dem Fahrer in den Seitenspiegel. Sieht er dich nicht, geh im Zweifel vom Gas.
- Vorsicht bei LKW: Hier ist der tote Winkel noch tückischer. Haltet lieber Abstand, statt euch rechts daneben zu quetschen.
- Licht an: Gerade jetzt im Frühling bei wechselhaftem Wetter – sorgt dafür, dass ihr gesehen werdet!