12. April 2026
Speed, Regen & Adrenalin: Das Team Mönchengladbach rockt Le Mans!
Le Mans, Frankreich – Ein Name, der normalerweise für 24-Stunden-Langstreckenrennen und brüllende Motoren steht. Doch an diesem Wochenende gehörte die traditionsreiche Kartstrecke direkt an der legendären Piste einer völlig neuen Generation von Rennfahrern: Das E-Scooter Racing rief die Elite aus Frankreich, Spanien und den Benelux-Staaten zusammen. Mittendrin, als einziger Vertreter der Bundesrepublik: Das Team der Scooterwerkstatt Mönchengladbach.

Box 12: Die Ruhe vor dem Sturm
Schon kurz nach der Ankunft in der Motorsport-Metropole bezogen die Mönchengladbacher ihre Zentrale. In Box 12 herrschte konzentrierte Stille, während der 23-jährige Nachwuchs-Pilot Jonas Lotzke (Startnummer 35) seinen Boliden vorbereitete. Sein Arbeitsgerät: Ein radikal modifizierter Nami Burn E, befeuert von zwei brachialen 1.000 SV-Motoren.
In drei intensiven Trainings-Sessions biss sich der junge Luxemburger, der für das deutsche Team startet, in den Asphalt. Die Bedingungen? Perfekt. Trockener Track, Grip ohne Ende und ein Jonas Latzke, der von Runde zu Runde schneller wurde und sich perfekt auf den technischen Kurs einschliff.

Drama im Regen: Wenn die Piste zum Eis wird
Doch der Renntag hielt eine bittere Überraschung bereit. Pünktlich zum Start öffneten sich die Schleusen über Le Mans. Der zuvor so griffige Asphalt verwandelte sich in eine tückische Rutschbahn. Die Folge: Eine Sturzserie, die das gesamte Feld erschütterte. Auch Jonas blieb nicht verschont. Die Stürze kosteten nicht nur Zeit, sondern auch das mentale Momentum. In einem Sport, in dem Millimeter über Sieg oder Leitplanke entscheiden, war das Vertrauen in den Scooter kurzzeitig erschüttert.

"The Man" in der Boxengasse
Hier schlug die Stunde der Mechaniker. Behrad „the Man“, der technische Kopf hinter der Scooterwerkstatt, lieferte in der Boxengasse eine Performance ab, die den Fahrern in nichts nachstand. Unter Hochdruck wurden Bremsen nachjustiert und die Reifen auf die extremen Nassbedingungen optimiert. Dank Behrads unermüdlichem Einsatz in der Boxengasse fand Jonas Lotzke das nötige Vertrauen in seine Technik zurück.

Ein Newcomer schockt die Konkurrenz
Die harte Arbeit wurde belohnt: Jonas bewies Nerven aus Stahl. Im Qualifying katapultierte er seinen Nami auf einen hervorragenden 9. Platz – und das in einem hochkarätigen Feld von 24 Startern, die teilweise über jahrelange Erfahrung auf dieser Strecke verfügten.
In der Gesamtwertung sicherte sich das Team aus Mönchengladbach am Ende einen respektablen 12. Platz von 22 Teams. Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann, wenn man bedenkt, dass man gegen die Crème de la Crème der europäischen Racing-Szene angetreten ist.

Stolz in Mönchengladbach – Der Blick geht nach vorn
Sascha Siemes, Geschäftsführer der Scooterwerkstatt Mönchengladbach, zeigte sich nach dem Rennen sichtlich bewegt:
„Was Jonas hier als Newcomer bei diesen Bedingungen geleistet hat, ist absolute Spitzenklasse. Wir sind stolz, als einziges deutsches Team unsere Fahne in Le Mans so hochgehalten zu haben.“
Lange ausruhen kann sich das Team jedoch nicht. Le Mans hat Blut lecken lassen: Schon in zwei Wochen geht es an gleicher Stelle weiter. Der Grundstein für eine erfolgreiche Saison ist gelegt – wir bleiben für euch ganz nah dran am Asphalt!
